
Vollkorn bezieht sich auf Getreideprodukte, die aus dem ganzen Korn hergestellt werden.
Aus dem ganzen Korn bedeutet, dass alle Bestandteile des Korns – der Keim, das Endosperm und die Kleie – in dem Lebensmittel enthalten sind. Hierbei gehen Vitamine und Mineralstoffe nicht verloren.
Die Geschichte von Vollkorn reicht weit zurück in die Antike, als Menschen begannen, Getreide zu mahlen und zu verzehren. Schon damals erkannte man die wertvollen Nährstoffe und Ballaststoffe, die in den äußeren Schichten des Getreides stecken.
Vollkorn ist nicht nur, wie allgemein bekannt, gesund, sondern auch äußerst wichtig für eine ausgewogene Ernährung.
Im Laufe der Zeit wurde Vollkorn jedoch oft zugunsten von raffinierten Getreideprodukten vernachlässigt. Diese enthalten jedoch deutlich weniger Ballaststoffe, da sie von ihrer äußeren Schicht befreit wurden. Erst in den letzten Jahren hat Vollkorn wieder an Bedeutung gewonnen, da seine gesundheitlichen Vorteile immer mehr anerkannt werden.
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aus der Lebensmittelgruppe: Getreide, Brot und Nudeln, ca. 60 g täglich zu sich zu nehmen. Wobei davon mindestens 20 g Vollkorn basiert sein sollen, es gilt aber je mehr Vollkornprodukte hierbei, je besser.
Vollkornprodukte geben dem Körper viele wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Sie sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht reduzieren können. Zudem sorgen sie für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und helfen so, Heißhungerattacken zu vermeiden. Nicht-Vollkornprodukte haben oft einen höheren glykämischen Index, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel schneller ansteigen lassen können.
Die Geschichte von Vollkorn zeigt, dass dieses ursprüngliche Lebensmittel einen wichtigen Platz in unserem Konsum einnehmen sollte. Es ist ein natürlicher und gesunder Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und sollte daher regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen.
Quellen:
Hahn, A./ Ströhle, A./ Wolters, M./ Behrendt, I./ Heinen, D. (2016): Ernährung. Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie. 3. Auflage Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
https://www.dge.de/ – Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (2023): Ballaststoffe (Nahrungsfasern) und modifizierte Zufuhr. Download vom 23.05.2023 von https://fet-ev.eu/ballaststoffe/.

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